Nasenscheidewand & Nasenmuscheln - wenn die Nase nicht mehr atmen kann
wir helfen ihnen auch mit der nase
Nasenscheidewand und Nasenmuscheln – Funktion und Bedeutung
Die Nase übernimmt wichtige Aufgaben für die Atmung und den Schutz der Atemwege. Die eingeatmete Luft wird erwärmt, befeuchtet und gereinigt. Gleichzeitig werden Gerüche und potenzielle Warnstoffe wahrgenommen.
Eine freie Nasenatmung ist daher entscheidend für die normale Funktion vieler nachgeschalteter Organe, darunter:
- Nasennebenhöhlen
- Ohren
- Rachen und Kehlkopf
- Luftröhre, Bronchien und Lunge
Darüber hinaus spielt die Nasenatmung eine wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung des Mittelgesichts, des Ober- und Unterkiefers, des Zahnapparates sowie der Artikulationsorgane.
Zusammenspiel von Nasenscheidewand und Nasenschleimhaut
Eine hochspezialisierte Nasenschleimhaut sowie ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Nasenscheidewand und Nasenseitenwänden (Nasenmuscheln bzw. Schwellkörper) sorgen dafür, dass die Atemluft optimal verarbeitet wird. Ist dies nicht der Fall, zeigt es sich auch schnell morgens mit beispielsweise einem zu trockenen Mund.
Bereits kleine Veränderungen in diesem System können die Nasenatmung deutlich beeinträchtigen und Beschwerden verursachen.
FAQs
Häufige Fragen -Nasenscheidewand und Nasenmuscheln
Wozu dient die Operation?
Wozu dient die Operation?
Eine Verkrümmung der Nasenscheidewand (Septumdeviation) kann die Nasenatmung erheblich beeinträchtigen und verschiedene Beschwerden verursachen. Häufig treten folgende Symptome auf:
- verstopfte Nase und eingeschränkte Nasenatmung
- Mundtrockenheit durch vermehrte Mundatmung
- Borkenbildung in der Nase sowie wiederkehrendes Nasenbluten
- Schnarchen und nächtliche Mundatmung
- erhöhte Infektanfälligkeit (z. B. Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen, Bronchitis)
- Belüftungsstörungen der Mittelohren (z. B. Tubenkatarrh, Paukenerguss)
Die Beschwerden können je nach Ausprägung unterschiedlich stark sein und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.
Was ist das Prinzip der Operation?
Was ist das Prinzip der Operation?
Über einen kleinen Hautschnitt im Naseninneren wird die Schleimhaut von der Nasenscheidewand abgeschoben. Verbogene Knorpel – und Knochenanteile werden entnommen und außerhalb der Nase präpariert und begradigt. Dann werden die Knorpel – und Knochenplatten wieder implantiert und lotrecht in Reihe gestellt. Der Hautschnitt im rechten Nasenloch wird vernäht und die Schleimhaut an die Scheidewand angelegt. Zwei Kunststofffolien werden wie eine Verschalung auf beiden Seiten der Nasenscheidewand befestigt und verhindern ein Abrutschen der begradigten Nasenscheidewand.
Aufgrund der in unserer Praxis angewandten minimal-invasiven Operations-techniken, ist es regelmäßig nicht erforderlich, die Nase nach der Operation auszutamponieren.
Die Nasenfolien werden nach 2–3 Tagen entfernt.
Falls erforderlich behandeln wir in gleicher Sitzung störende Verdickungen der Schwellkörper der Nasenmuscheln. Hierbei kommt Radiofrequenz bzw. die Argon-Plasma-Koagulation zur Anwendung. Bei starken Vergrößerungen der Nasenmuscheln erfolgt die Verkleinerung mittels einer Turbinoplastik. Dabei wird die Knochenlamelle der Nasenmuscheln unter Schonung der Schleimhaut und Bildung eines Schleimhautlappens entfernt. Diese Methoden gewährleisten eine gute Gewebeschrumpfung bei gleichzeitiger Schleimhautschonung und Blutungsfreiheit.
Wie lange dauert die Operation?
Wie lange dauert die Operation?
In der Regel ca. 30–40 Minuten, Nasenmuschel-Operation alleine 10–15 Minuten.
Örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) oder Vollnarkose?
Örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) oder Vollnarkose?
Normalerweise führen wir den Eingriff in Vollnarkose durch. Bei erhöhtem Narkoserisiko oder alleiniger Operation der Nasenmuscheln kann ein Eingriff in Lokalanaesthesie sinnvoll sein.
Welche Risiken hat der Eingriff?
Welche Risiken hat der Eingriff?
Neben den allgemeinen Operations- und Narkoserisiken bestehen folgende seltene Risiken und Komplikationsmöglichkeiten:
- Nachblutung; es muss dann nachtamponiert oder nachoperiert werden.
- Einblutung unter die Schleimhaut mit Ausbildung eines Blutergusses (Septumhämatom). In diesem Fall muss der Bluterguss operativ abgelassen werden, um nachfolgenden Komplikationen (Septumabszess, Knorpelnekrose) vorzubeugen.
- Gefühlsstörungen an Nase, Schneidezähnen, Oberlippe und Gaumen.
- Entstehung eines Lochs in der Nasenscheidewand; dieses kann wiederum Formveränderungen der Nase (Einziehung des Nasenstegs und des Nasenrückens), Verborkung der Nase, sowie Kopfschmerzen nach sich ziehen.
- Beeinträchtigung des Riechvermögens (sehr selten).
Wie sind die Erfolgsaussichten?
Die Abheilung dauert zwei bis drei Wochen. Danach ist die Verbesserung der Nasenatmung für mehr als 90% der Patienten deutlich spürbar. Eine spätere Verschlechterung durch Spannungszüge am Knorpel oder ein Wiederanschwellen der Nasenschwellkörper ist möglich, aber selten.
Welche Nachbehandlung ist erforderlich?
Welche Nachbehandlung ist erforderlich?
Nach der Operation kann die Nase leicht bluten, innen anschwellen und verkrusten. Die Nasenpflege (Absaugung, Borkenentfernung) durch den Arzt anfangs alle 2–3 Tage schafft Erleichterung. Zudem erhalten Sie Nasenpflegemittel zur Eigenbehandlung, sowie eine Anleitung zur Salzwasserspülung der Nase.
Die ärztliche Nachbehandlung ist meist nach drei Wochen abgeschlossen. Gelegentliche Kontrollen durch den HNO-Arzt können sinnvoll sein.
Tägliche Salzwasserspülungen oder Anwendungen von Meerwassersprays sind auch mehrere Monate nach dem Eingriff empfehlenswert.
Wichtige Verhaltensregeln
Wichtige Verhaltensregeln
- Bücken und schweres Heben
- heiße Vollbäder und heißes Duschen
- Sonnenbäder und starke Hitzeeinwirkung
- intensive körperliche Arbeit
- Sport und Gymnastik
Wie ist die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt?
Wie ist die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt?
Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit richtet sich nach der Art der Tätigkeit:
- Bei körperlich anstrengenden oder schmutzbelasteten Tätigkeiten beträgt die Arbeitsunfähigkeit
in der Regel etwa zwei Wochen. - Bei überwiegend sitzenden oder leichten Tätigkeiten liegt sie meist bei
sieben bis zehn Tagen.