Ambulante Operationen – schonend, sicher und individuell

Schwerpunktpraxis für ambulante Operationen

Leiden Sie unter anhaltender Nasenverstopfung, eingeschränkter Nasenatmung oder Beschwerden der Nasennebenhöhlen? Steht bei Ihrem Kind ein Eingriff an den Mandeln oder „Polypen“ an? Oder denken Sie über eine ästhetische Korrektur im Kopf-, Gesichts- oder Halsbereich nach? Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich eine Behandlung ohne langen Krankenhausaufenthalt und ohne wechselnde OperateurInnen. Genau hier setzt die moderne ambulante HNO-Chirurgie an.

Ihre Vorteile einer ambulanten Operation

Dank moderner Operations- und Narkoseverfahren ist es heute möglich, viele Eingriffe bei Erwachsenen und Kindern ambulant durchzuführen.
  • Schonende, minimalinvasive Operationstechniken (z. B. „Schlüsselloch-Chirurgie“)
  • Moderne, gut verträgliche Narkoseverfahren
  • Deutlich geringere Belastung für den Körper
  • Kein stationärer Krankenhausaufenthalt notwendig
  • Erholung in der gewohnten häuslichen Umgebung
In der Regel kommen Sie am Tag des Eingriffs morgens in unsere Tagesklinik und können diese bereits wenige Stunden nach der Operation wieder verlassen.

Erfahrung und Qualität

Wir als ambulant operierende Fachärzte verfügen über eine langjährige klinische und operative Erfahrung im gesamten Spektrum der HNO-Heilkunde. Jährlich werden über 1.200 ambulante Operationen durchgeführt. Die moderne Tagesklinik befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Praxis und ermöglicht eine optimale Betreuung vor, während und nach dem Eingriff.

Kinder-HNO

Adenotomie (Polypenentfernung) & Parazentese – Behandlung bei Kindern

Die Adenotomie bezeichnet die operative Entfernung der sogenannten Rachenmandel (Adenoide), die im Volksmund häufig als „Polypen“ bezeichnet wird. Medizinisch ist dieser Begriff nicht ganz korrekt, wird jedoch aus Gründen der besseren Verständlichkeit häufig verwendet. Besonders im Kindesalter ist die Rachenmandel häufig vergrößert (Adenoidhyperplasie). Dadurch kann es zu einer teilweisen oder vollständigen Verengung des Nasenrachenraums kommen.

Ursachen und Beschwerden bei vergrößerten Polypen

Eine vergrößerte Rachenmandel kann die normale Atmung durch die Nase behindern und verschiedene Beschwerden verursachen. Gleichzeitig ist oft auch die Funktion der Eustachischen Röhre (Ohrtrompete) eingeschränkt. Diese Verbindung zwischen Nasenrachenraum und Mittelohr ist wichtig für die Belüftung des Ohres. Ist sie gestört, kann sich Flüssigkeit im Mittelohr ansammeln – ein sogenannter Paukenerguss entsteht.

Folgen eines Paukenergusses

Durch den Flüssigkeitsstau im Mittelohr kann das Trommelfell nicht mehr frei schwingen. Dies führt zu einer Hörminderung, die insbesondere bei Kindern problematisch ist.
  • eingeschränktes Hörvermögen
  • häufige Mittelohrentzündungen
  • mögliche Verzögerung der Sprachentwicklung

Behandlung: Parazentese und Paukenröhrchen

Zur Behandlung eines Paukenergusses wird häufig eine Parazentese durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen kleinen Schnitt im Trommelfell, über den die Flüssigkeit abfließen kann. In vielen Fällen wird zusätzlich eine Mittelohrdrainage (Paukenröhrchen) eingesetzt. Dieses kleine Röhrchen sorgt dafür, dass das Mittelohr dauerhaft belüftet wird und sich kein neues Sekret ansammeln kann.

Ziel der Behandlung

Ziel der Adenotomie und gegebenenfalls der Parazentese ist es, die normale Atmung, Hörfunktion und Entwicklung des Kindes wiederherzustellen. Die Eingriffe gehören zu den häufigsten und bewährten Behandlungen in der HNO-Heilkunde. Gerne beraten wir Sie individuell zu den Behandlungsmöglichkeiten – nutzen Sie dazu unsere Online-Rezeption.

FAQs

Häufige Fragen zu ambulanten Operationen bei Kindern

Wozu dient die Operation?

Eine deutlich vergrößerte Rachenmandel (Adenoide) kann verschiedene Beschwerden verursachen, insbesondere im Kindesalter. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • verstopfte Nasenatmung
  • Schnarchen und Schlafstörungen, häufig mit Konzentrationsproblemen am Tag
  • Belüftungsstörungen der Mittelohren (z. B. Tubenkatarrh, Paukenerguss, Hörminderung)
  • erhöhte Infektanfälligkeit (z. B. Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis)
  • näselnde Sprache sowie gehäuftes Nasenbluten

Durch die Wiederherstellung einer freien Nasenatmung lassen sich diese Beschwerden in den meisten Fällen deutlich verbessern oder vollständig beheben.

Bedeutung der Adenotomie im Kindesalter

Die Entfernung der Rachenmandel zählt zu den häufigsten operativen Eingriffen im Kindesalter. Sie wird seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführt und gilt als bewährte und sichere Behandlungsmethode.

In unserer Praxis wurden bereits tausende dieser Eingriffe ambulant in kurzer Vollnarkose durchgeführt. Die Operation ist standardisiert und wird in der Regel gut vertragen.

Die Operation wird in unserer Tagesklinik in einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Während der Narkoseeinleitung darf ein Elternteil im Operationsraum anwesend sein, um das Kind zu begleiten. Bei dem Eingriff wird die vergrößerte Rachenmandel (Adenoide) schonend über den Mund entfernt. Anschließend erfolgt die Blutstillung durch spezielle Tupfer, die vorübergehend in den Nasenrachenraum eingelegt werden. Liegt zusätzlich ein Paukenerguss vor, wird ein kleiner Schnitt in das Trommelfell gesetzt (Parazentese), um die angesammelte Flüssigkeit aus dem Mittelohr abzusaugen. Dieser Schnitt heilt in der Regel innerhalb weniger Tage narbenfrei ab. Ist das Sekret im Mittelohr zähflüssig, deutet dies auf eine länger bestehende Belüftungsstörung hin. In diesem Fall wird häufig die Einlage eines Paukenröhrchens empfohlen, um eine dauerhafte Belüftung des Mittelohres sicherzustellen. Das Paukenröhrchen wird vom Körper nach einiger Zeit meist von selbst abgestoßen und gelangt in den Gehörgang. Nur selten verbleibt es länger im Trommelfell, was in der Regel keinen Nachteil bedeutet.

Die Entfernung der Rachenmandel (Adenotomie) sowie eine Parazentese oder die Einlage von Paukenröhrchen sind kurze und bewährte Eingriffe. In der Regel dauert die Operation nicht länger als 20 Minuten.

Nach dem Eingriff erfolgt zunächst eine kurze Überwachungsphase im Operationsbereich durch das Anästhesieteam. Anschließend wird Ihr Kind zur weiteren Betreuung in den Aufwachraum gebracht, wo es in die Obhut der Eltern übergeben wird.

Meist ist das Kind bereits nach etwa einer Stunde wieder ausreichend wach, sodass die Entlassung aus der Tagesklinik erfolgen kann.

Vor der Entlassung finden eine ärztliche Abschlussuntersuchung sowie ein ausführliches Gespräch mit dem Operationsteam und der Anästhesie statt.

Neben den allgemeinen Operations- und Narkoserisiken bestehen bei einer Adenotomie (Entfernung der Rachenmandel) sowie bei einer Parazentese mit Paukenröhrchen seltene, aber mögliche Komplikationen:

  • Nachblutungen: In seltenen Fällen kann eine erneute Tamponade oder eine Behandlung in Narkose erforderlich sein.
  • Aspiration: Einatmen von Blut oder Sekret, in Einzelfällen mit nachfolgender Lungenentzündung.
  • Lokale Schwellung des Lymphgewebes
  • Anhaltend nasale Sprache
  • Gaumensegelschwäche: Kann vorübergehend zu Schluckstörungen führen.

Besonderheiten bei Parazentese (Trommelfellschnitt) und Paukenröhrchen

  • Vorübergehende Hörminderung
  • Persistierendes Loch im Trommelfell: Sehr selten, ggf. operativer Verschluss notwendig.

Nachbehandlung und Verhalten nach der Operation

Die Erfahrung aus zahlreichen ambulanten Eingriffen zeigt, dass die Adenotomie eine besonders sichere und gut verträgliche Operation ist. Kinder erholen sich in der Regel schnell, sodass meist keine aufwendige Nachbehandlung erforderlich ist.

Nach der Entlassung sollte sich das Kind zu Hause ausruhen und körperlich schonen.

Wichtige Verhaltenshinweise für die ersten Tage:

  • Bevorzugt kühle und weiche Nahrung zu sich nehmen
  • Körperliche Anstrengung vermeiden
  • Keine heißen Bäder oder Überhitzung
  • Auf wildes Spielen und Toben vorübergehend verzichten

Diese Maßnahmen helfen, das Risiko von Nachblutungen zu reduzieren und die Heilung zu fördern.

Nachsorge und Betreuung

Am Abend des Operationstages erfolgt in der Regel eine telefonische Rückmeldung. Darüber hinaus ist eine gute Erreichbarkeit des behandelnden Arztes sichergestellt.

Eine Kontrolluntersuchung findet in den darauffolgenden Tagen statt – entweder in der Praxis oder bei Ihrer überweisenden HNO-Ärztin bzw. Ihrem HNO-Arzt.

Wichtiger Hinweis für Patientinnen und Patienten

Dieses Informationsblatt dient der allgemeinen Aufklärung und kann ein persönliches ärztliches Gespräch nicht ersetzen. Bei individuellen Fragen oder Unsicherheiten sprechen Sie uns bitte jederzeit an.

Kontaktieren Sie uns gerne für eine persönliche Beratung, hierzu dient unsere Online-Rezeption.