Therapien

Therapiegrundsätze

Die Therapie hat das Ziel , das Schnarchgeräusch zu vermeiden bzw. Schlafatemaussetzer zu verhindern und damit einen gesunden und erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Dabei soll die physiologische also normale Funktion und Gestalt der oberen Atemwege hergestellt werden. Die Umstände bei der Therapie sollen für den Patienten so wenig unangenehm wie möglich gestaltet werden.

Von allen möglichen Therapien haben sich nach in unserer langjährigen Erfahrung die kontinuierlich weiterentwickelten minimal invasiven operativen Behandlungen als vom Ergbnis her am wirksamsten und von der Belastung für den Patienten her als am geringsten bewährt.

Ziel der operativen Therapie ist die Beseitigung von Engstellen der oberen Atemwege. Nur so können erhöhte nächtliche Atemanstrengungen und Atemaussetzer, beide eine ganz erhebliche Belastung für das Herz-Kreislaufsystem, langfristig behoben werden.

Wichtig für den Erfolg solcher Operationen ist es, die Narbenbildung zu verhindern. Denn Narben können das Operationsergebnis gefährden. Daher haben sich Verfahren mit hohen Temperaturen, wie sie zum Beispiel der Laser erzeugt, in der Schnarchtherapie nicht bewährt. An Stelle des Lasers sind bei uns die Argon Plasma Radiofrequenztherapie und die plasmachirurgische Coblation getreten.

Diese beiden Methoden entsprechen, international anerkannt, dem modernsten Forschungsstand und haben die höchste Chance auf Erfolg.

Plasmachirurgie – Argon Plasma Coagulation (APC)

Unter der Argon Plasma Coagulation versteht man ein thermisches Hochfrequenzverfahren, das zur Koagulation/Abtragung von Gewebe genutzt wird. Aufgrund der guten blutungsstillenden Eigenschaften hat sich diese Verfahren bei sehr stark durchbluteten Geweben wie den Nasenmuscheln sehr gut bewährt.

Coblationsmethode

Der Begriff Coblation steht für Cold Ablation, kalte Gewebsentfernung. Dabei wird das Gewebe schnell und effektiv mittels Radiofrequenzenergie und Kochsalzlösung abgetragen. Durch die besonders niedrigen Temperaturen wird das umliegende gesunde Gewebe geschont. Die Heilung erfolgt deutlich schneller.

Ziel der Operation ist die Entfernung überschüssigen Gewebes am weichen Gaumen und – falls erforderlich – eine moderate Kürzung des Zäpfchens. So werden Atemhindernisse im Rachen beseitigt, der Verschluss der Atemwege und Atemaussetzer werden verhindert.

Der Eingriff am Gaumen erfolgt ambulant in einer kurzen Vollnarkose. Oft wir gleichzeitig ein Eingriff zur Verbesserung der Nasenatmung durchgeführt. Die Operationszeit beträgt etwa 20-30 Minuten. Die Patienten können nach wenigen Stunden in den Alltag entlassen werden. In den folgenden Tagen werden ein bis zwei Kontrolltermine vereinbart.

CPAP- Atemunterstützung

CPAP, gesprochen CEPAP, ist eine Atemunterstützung per Luftdruck, um das nächtliche Verschließen der Atemwege und damit die Apnoe zu verhindern. Erreicht wird dies über eine Atemmaske, die über einen Schlauch mit einem Gebläse verbunden ist. CPAP wird bei schweren oder komplexen Verlaufsformen der Schlaf-Apnoe angewandt und kommt auch bei Verengungen in den tiefliegenden, schwer operierbaren Rachenabschnitten zum Einsatz. Die Anpassung erfolgt im Schlaflabor.

Zahnschienen

Falls die Apneagrapie als Ursache des Schnarchens das Zurücksinken der hinteren Zungenanteile ergibt, kann eine Zahnschiene helfen. Damit wird der Unterkiefer nachts in seiner korrekten Stellung gehalten, die Zunge wird daran gehindert zurückzusinken. Hierbei arbeiten wir eng mit spezialisierten Kieferorthopäden und Zahnärzten zusammen.